Märchentexte


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Wassilissa, die Wunderschöne

Russisches Märchen

Im Zarenreich hinter den blauen Meeren und den hohen Bergen lebt ein Kaufmann mit seiner Frau und seiner zwölfjährigen Tochter. Das Mädchen ist so liebenswürdig und so schön, dass sie von allen Leuten

Wassilissa, die Wunderschöne

genannt wird. Wassilissa könnte auch glücklich sein, wäre ihre Mutter nicht so schwer krank, ja sterbenskrank. Sie ruft ihre Tochter zu sich ans Bett: „Wassilissa, mein Liebes, bevor ich diese Welt verlassen muss, möchte ich dir meinen Segen geben mit dieser Puppe hier. Wenn du Kummer hast, gib ihr zu essen und sag ihr, was du auf dem Herzen hast. Sie wird dir helfen.“

Bald darauf stirbt die Mutter.

Eine Zeitlang trauert der Vater um seine Frau. Dann heiratet er wieder und zwar eine Witwe mit zwei Töchtern, die etwa im Alter von Wassilissa sind. Das trifft sich gut, die werden sich gut verstehen“, denkt er.

Aber leider täuscht er sich. Bald darauf füttert Wassilissa zum ersten Mal ihre Puppe und klagt: „Babuschka, meine neue Mutter und meine Schwestern führen sich auf wie vornehme Damen. Sie lassen sich bedienen und ich muss ganz allein die schwere Arbeit im Haus und im Garten machen. Was ist das für ein Leben?!“ Da sagt die Puppe: „Mach dir keine Sorge, ich will dir helfen.“

Von da an ist im Haus immer aufgeräumt, geputzt, die Wäsche gewaschen, das Essen gekocht und im Garten das Unkraut gerupft, die Pflanzen gegossen, Gemüse und Obst geerntet. Wassilissa hat nicht mehr viel zu tun und sie wird jeden Tag schöner zum Ärger ihrer Stiefmutter und -schwestern. Als sie älter wird, erscheinen immer wieder junge Männer und werben um Wassilissa. Aber die Stiefmutter meint: „Erst wenn die Schwestern verheiratet sind, ist Wassilissa dran.“ Das entmutigt die Bewerber so sehr, dass sie wieder gehen.

Als der Vater einmal zu einer langen Reise aufgebrochen ist, sagt die Stiefmutter zu den Mädchen: „Packt eure Sachen. Wir ziehen um. Am Waldrand steht ein Haus leer. Dort wollen wir hin.“ Dieser Wald ist aber sehr finster und die Leute munkeln: „Dort wohnt die Hexe Baba Jaga und die frisst Menschen wie Hühner.“ Immer wieder schickt die Stiefmutter Wassilissa in den Wald: „Wassilissa, geh und hol Holz.“ „Wassilissa sammle Beeren im Wald.“ „Wassilissa, geh und such Pilze!“ Wassilissa kehrt jedoch mit der Hilfe ihrer Puppe immer wieder heil zurück.

Der Herbst kommt, die Tage werden kürzer und die Stiefmutter gibt den Mädchen Arbeit für einen langen Abend. Eine soll häkeln, eine stricken und Wassilissa muss spinnen. Dann geht die Mutter ins Bett. Vorher hat sie aber das Feuer gelöscht und auch alle Lichter bis auf eine Kerze. Die Mädchen arbeiten in diesem spärlichen Licht. Als diese Kerze flackert, nimmt eine der Schwestern die Schere und tut so, als richte sie den Docht. Dabei löscht sie die Kerze aus, genau so, wie die Mutter ihr aufgetragen hat und jammert: „Oh, jetzt haben wir kein Licht mehr und auch kein Feuer im ganzen Haus! Und die Arbeit ist noch lange nicht fertig. Jemand von uns muss Feuer holen bei Baba Jaga.“ „Ich nicht! Meine Stricknadeln leuchten, ich seh genug“, sagt die andere Schwester und da meint die Erste: „Stimmt und mir leuchtet die Häkelnadel, das genügt mir. Also hat nur Wassilissa kein Licht. Darum muss sie Feuer holen bei der Baba Jaga.“

Wassilissa erschrickt. Sie geht in ihr Zimmer und gibt der Puppe zu essen und die sagt: „Hab keine Angst, nimm mich mit, dann wird dir nichts geschehen.“

Wassilissa geht in den Wald. Dort ist es stockdunkel. Da beginnen die Augen der Puppe zu leuchten und sie findet ihren Weg. Die ganze Nacht geht sie tapfer vorwärts. Auf einmal hört sie Hufgetrappel. Ein Schimmel taucht zwischen den Bäumen auf mit einem Reiter in weissen Kleidern und galoppiert an ihr vorbei. Kaum ist er verschwunden, beginnt es zu tagen und gleich darauf erscheint ein zweites Pferd. Diesmal ist es fuchsrot und sein Reiter trägt rote Kleider. Als er vorbei ist, geht die Sonne auf. Ihre Strahlen bringen Licht und Wärme. Wassilissa läuft den ganzen Tag durch den Wald. Sie isst fast nichts. Die Beeren, die sie findet, teilt sie mit ihrer Puppe. Am Abend tritt sie auf eine Lichtung und da steht sie auf einmal vor Baba Jagas Haus. „Das sind ja alles Menschenschädel rund herum!“ Tatsächlich stecken auf einem Zaun aus Knochen diese Schädel. Das Tor hat Füsse als Angeln, eine Hand als Riegel und einen Mund mit spitzen Zähnen als Schloss.

Plötzlich hört Wassilissa wieder Hufgetrappel und da stürmt ein schwarz gekleideter Reiter auf einem schwarzen Rappen vorbei. Dann bricht die Nacht herein und die Augen der Schädel beginnen zu leuchten. Es wird hell rings um das Haus und auch laut. Bäume krachen, Blätter zischen und in einem Mörser, in einer Hand eine Keule, in der anderen einen Besen, mit dem sie die Spuren verwischt, kommt die Hexe Babajagaaaaah! „Es riecht nach Mensch! Wer ist es?“ Wassilissa zittert am ganzen Körper, aber sie tritt zu ihr und verbeugt sich: „Die Schwestern haben mich geschickt, Feuer zu holen.“

„Ha“, faucht Baba Jaga, „diese Schwestern kenne ich, und Feuer bekommst du, wenn du für mich gearbeitet hast. Sonst fresse ich dich.“

„Tor, geh auf! Und du, hol mir zu essen aus der Küche!“ Wassilissa rennt und bringt Fleisch, Brot, Suppe, Bier und Wein und die Hexe isst und trinkt für zehn. „Morgen, wenn ich das Haus verlasse, wirst du putzen, kochen, waschen und die schwarzen Körner aus dem Weizen suchen. Das muss erledigt sein, bis ich zurückkomme, sonst fresse ich dich.“ Dann legt sie sich hin und schnarcht.

Wassilissa füttert ihre Puppe und klagt: „Wie soll ich das schaffen?“

„Schlaf“, sagt die Puppe, „der Morgen ist klüger als der Abend.“ Am Morgen, als Wassilissa aufwacht, hört sie erst, wie der weisse, dann der rote Reiter vorbeistürmen, dann pfeift Babajaga nach Mörser, Keule und Besen und rauscht davon. Wassilissa schaut sich um. Die Lichter in den Schädeln sind ausgegangen und in Haus und Garten ist alle Arbeit getan. Die Puppe sucht gerade noch die letzten Körner aus dem Weizen: „Jetzt bleibt dir nur noch das Essen zu kochen.“

Wassilissa kocht so viel sie kann, denn sie kennt jetzt den Hunger der Babajaga. Als sie wieder kommt, sagt sie: „So, hast du alle Arbeit gemacht! (klatscht) „Kommt her meine Freunde und mahlt mir den Weizen!“ Da tauchen auf einmal drei Paar Menschenhände auf und tragen den Weizen davon. „Morgen machst du die gleiche Arbeit und reinigst den Mohn. Wenn ich zurückkomme, muss alles erledigt sein, sonst fresse ich dich.“ Dann isst und trinkt sie wieder für zehn und schläft ein mit lautem Schnarchen.

Die Puppe aber sagt: „Geh schlafen. Der Morgen ist klüger als der Abend.“
Der nächste Tag verläuft gleich, nur ist Babajaga noch schlechter gelaunt, als sie zurückkommt und fährt Wassilissa an: „Warum redest du nicht mit mir?“

„Ich würde gern etwas fragen“, meint Wassilissa vorsichtig. „Frag nur, aber pass auf: Wer zuviel weiss, lebt gefährlich.“   „Ich wüsste gern, wer die drei Reiter sind, der weisse, der rote und der schwarze“, meint da Wassilissa.  „Der Weisse ist mein Tag, der rote meine Sonne und der Schwarze meine Nacht. Alle drei dienen mir. Sonst noch etwas?“

„Äh“, Wassilissa zögert, sie hätte gern noch nach den Menschenhänden gefragt, aber sie traut sich nicht. „Das ist genug. Wer viel weiss, lebt gefährlich, so sagt ihr doch.“

Baba Jaga: „Dein Glück hast du nur gefragt, was um das Haus herum und nicht was drin passiert, sonst hätte ich dich gefressen. Doch, sag mir, wie stellst du es an, dass du mit dieser vielen Arbeit fertig wirst?“

Wassilissa antwortet: „Mir hilft der Segen meiner Mutter.“

„Ha, der Segen ihrer Mutter. Das ist es also. Brrr, gesegnete Töchter sind mir ein Greuel! Mach, dass du fortkommst“ und sie zerrt Wassilissa hinaus, reisst einen Knochen mit Schädel aus dem Zaun. „Hier hast du Feuer für deine Schwestern und jetzt geh!“

Wassilissa kehrt auf dem gleichen Weg zurück. Am Abend des nächsten Tages kommt sie zum Haus der Stiefmutter und sie denkt: „Bestimmt haben sie sich unterdessen woanders Feuer besorgt.“ Sie will den Schädel in der Erde vergraben, aber da spricht dieser: „Nimm mich mit ins Haus, nimm mich mit!“ und beginnt zu leuchten.

Im Haus sind die Stiefmutter und die Schwestern im Dunkeln. Sie freuen sich über das Licht, denn das Feuer, das sie bei den Nachbarn geholt haben, ist jedes Mal ausgegangen, sobald sie in ihr Haus zurückgekommen sind. Die Freude dauert jedoch nur kurz, denn das Licht des Schädels schmerzt sie, brennt sie, so dass sie Abstand nehmen. Aber das nützt nichts, also verkriechen sie sich in die hintersten Winkel des Hauses, aber wo sie auch sind, es erreicht sie überall. Es brennt und brennt und brennt bis sie verbrennt und verkohlt sind.

Wassilissa verlässt das Haus. Sie vergräbt den Schädel und geht fort in die Stadt. Dort trifft sie auf eine alte Frau und sagt: „Lass mich bei dir wohnen, Mütterlein. Kauf mir Flachs, dann spinne ich für dich.“ Wassilissa wird von der alten Frau aufgenommen und spinnt einen solch feinen Faden, dass er sich nicht weben lässt. Wieder ist es die Puppe, die hilft: „Lass du mich nur machen“, und sie webt über Nacht einen ganz feinen Stoff.

„Den kannst du verkaufen und das Geld darfst du behalten“, sagt Wassilissa, aber die alte Frau meint: „Nein Kind, der ist nicht für gewöhnliche Leute“ und sie bringt ihm zum Zaren. Der lässt ihn durch seine Finger gleiten und sagt: „Wunderbar. Wieviel willst du dafür haben?“

„Ein Geschenk für euch, Väterchen“, antwortet die Alte. Der Zar freut sich, gibt ihr auch Geschenke mit, aber bald darauf lässt er die Alte wieder zu sich rufen.

„Keiner meiner Hofschneider wagt sich an diesen feinen Stoff, um etwas zu nähen. Wenn du ihn gewoben hast, wirst du sicher Hemden für mich nähen können.“
„Ich hab ihn nicht gewoben, sondern meine Pflegetochter Wassilissa. Sie soll nähen.“

Und Wassilissa näht zwölf wunderbare Hemden. Der Zar ist so begeistert, dass er die unbekannte Künstlerin sehen will. Als aber Wassilissa vor ihn tritt, vergisst er die Hemden und sagt: „Wie schön du bist, Wassilissa! Von dir geht ein Leuchten aus wie ich es noch nie gesehen habe. Dich möchte ich nicht mehr fortlassen. Bleib bei mir.“ Und sie bleibt, sie heiraten und werden ein glückliches Paar.

Auch die alte Frau bleibt am Hof des Zaren und als der Kaufmann nach Wochen von seiner Reise zurückkommt und erstaunt hört, was geschehen ist, bleibt auch er dort wohnen. Die Puppe Babuschka aber darf sich endlich von der vielen Arbeit ausruhen, denn jetzt braucht sie Wassilissa nicht mehr zu beschützen. Diese ist nun wirklich in guten Händen und führt ein glückliches Leben.

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Die Skelettfrau

Jahre vergingen, bis sich niemand mehr daran erinnern konnte, gegen welches Gesetz das arme Mädchen verstoßen hatte. Die Leute wussten nur noch, dass ihr Vater sie zur Strafe von einem Felsvorsprung ins Eismeerhinabgestoßen hatte und dass sie ertrunken war. So lag sie für eine lange Zeit am Meeresboden. Die Fische nagten ihr Fleisch bis auf die Knochen ab und fraßen ihre kohlschwarzen Augen. Blicklos und fleischlos schwebte sie unter den Eisschollen, und ihr Gerippe wurde von der Strömung um- und um- und umgedreht. Die Fischer und Jäger der Gegend hielten sich fern von der Bucht, denn es hieß, dass der Geist der Skelettfrau dort umginge. Doch eines Tages kam ein junger Fischer aus einer fernen Gegend hergezogen, der nichts davon wusste. Er ruderte seinen Kajak in die Bucht, warf seine Angel aus und wartete. Er ahnte ja nicht, dass der Haken seiner Angel sich sogleich in den Rippen des Skeletts verfing! Schon fühlte er den Zug des Gewichts und dachte voll Freude bei sich: „Oh, welch ein Glück! Jetzt habe ich einen Riesenfisch an der Angel, von dem ich mich für lange Zeit ernähren kann. Nun muss ich nicht mehr jeden Tag auf die Jagd gehen.“ Das Skelett bäumte sich wie wild unter dem Wasser auf und versuchte freizukommen, aber je mehr es sich aufbäumte und wehrte, desto unentrinnbarer verstrickte es sich in der langen Angelleine des ahnungslosen Fischers. Das Boot schwankte bedrohlich im aufgewühlten Meer, fast wäre der Fischer über Bord gegangen, aber er zog mit aller Kraft an seiner Angel, er zog und ließ nicht los und hievte das Skelett aus dem Meer empor . „Iii, aiii“, schrie der Mann, und sein Herz rutschte ihm in die Hose hinunter, als er sah, was dort zappelnden seiner Leine hing. „Aiii“, und „igitt“, schrie er beim Anblick der klappernden, mit Muscheln und allerlei Getier bewachsenen Skelettgestalt. Er versetzte dem Scheusal einen Hieb mit seinem Paddel und ruderte, so schnell er es im wilden Gewässer vermochte, an das Meeresufer. Aber das Skelett hing weiterhin an seiner Angelleine, und da der Fischer seine kostbare Angel nicht loslassen wollte, folgte ihm das Skelett, wohin er auch rannte. Über das Eis und den Schnee; über Erhebungen und durch Vertiefungen folgte ihm die Skelettfrau mit ihrem entsetzlich klappernden Totengebein. „Weg mit dir“, schrie der Fischer und rannte in seiner Angst geradewegs über einige frische Fische, die jemand dort zum Trocknen in die Sonne gelegt hatte. Die Skelettfrau packte ein paar dieser Fische, während sie hinter dem Mann hergeschleift wurde, und steckte sie sich in den Mund, denn sie hatte lange keine Menschenspeisen mehr zu sich genommen. Und dann war der Fischer bei seinem Iglu angekommen. In Windeseile kroch er in sein Schneehaus hinein und sank auf das Nachtlager, wo er sich keuchend und stöhnend von dem Schrecken erholte und den Göttern dankte, dass er dem Verderben noch einmal entronnen war. Im Iglu herrschte vollkommene Finsternis, und so kann man sich vorstellen, was der Fischer empfand, als er seine Öllampe anzündete und nicht weit von sich, in einer Ecke der Hütte, einen völlig durcheinander geratenen Knochenhaufen liegen sah. Ein Knie der Skelettfrau steckte in den Rippen ihres Brustkorbs, das andere Bein war um ihre Schultern verdreht, und so lag sie da, in seine Angelleine verstrickt. Was dann über ihn kam und ihn veranlasste, die Knochen zu entwirren und alles vorsichtig an die rechte Stelle zu rücken, wusste der Fischer selbst nicht. Vielleicht lag es an der Einsamkeit seiner langen Nächte, und vielleicht war es auch nur das warme Licht seiner Öllampe, in dem der Totenkopf nicht mehr ganz so grässlich aussah -aber der Fischer empfand plötzlich Mitleid mit dem Gerippe. „Na, na, na“, murmelte er leise vor sich hin und verbrachte die halbe Nacht damit, alle Knochen der Skelettfrau behutsam zu entwirren, sie ordentlich zurechtzurücken und sie schließlich sogar in warme Felle zu kleiden, damit sie nicht fror. Danach schlief der Gute erschöpft ein, und während er dalag und träumte, rann eine helle Träne über seine Wange. Dies aber sah die Skelettfrau und kroch heimlich an seine Seite, brachte ihren Mund an die Wange des Mannes und trank die eine Träne, die für sie wie ein Strom war, dessen Wasser den Durst eines ganzen Lebens löscht. Sie trank und trank. bis ihr Durst gestillt war, und dann ergriff sie das Herz des Mannes. das ebenmäßig und ruhig in seiner Brust klopfte. Sie ergriff das Herz, trommelte mit ihren kalten Knochenhänden darauf und sang ein Lied dazu. „Oh, Fleisch, Fleisch. Fleisch“, sang die Skelettfrau. „Oh, Haut, Haut, Haut.“ Und je länger sie sang, desto mehr Fleisch und Haut legte sich auf ihre Knochen. Sie sang für alles, was ihr Körper brauchte. für einen dichten Haarschopf und kohlschwarze Augen. eine gute Nase und feine Ohren, für breite Hüften, starke Hände, viele Fettpolster überall und warme. große Brüste. Und als sie damit fertig war, sang sie die Kleider des Mannes von seinem Leib und kroch zu ihm unter die Decke. Sie gab ihm die mächtige Trommel seines Herzens zurück und schmiegte sich an ihn, Haut an lebendige Haut. So erwachten die beiden, eng umschlungen. Fest aneinander geklammert. Die Leute sagen, dass die beiden von diesem Tag an nie Mangel leiden mussten, weil sie von den Freunden der Frau im Wasser, den Geschöpfen des Meeres. ernährt und beschützt wurden. So sagt man bei uns. und viele unserer Leute glauben es heute noch.

(Die Skelettfrau ist eine Originalerzählung von Clarissa Pinkola Estes.
Alle Rechte vorbehalten.)

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